Als US-Bundesbehörden Anfang 2026 mit der paramilitärischen „Operation Metro Surge“ die Region Minneapolis/St. Paul überzogen, um migrantische Communities einzuschüchtern und den Alltag zu militarisieren, antwortete die Zivilgesellschaft mit gelebter Solidarität. Zwei Akteure standen dabei auf ganz eigene Weise beispielhaft für diesen gewaltfreien Widerstand: Der queer-feministische Sexshop Smitten Kitten räumte kurzerhand Regale frei, um bedrohte Familien unbürokratisch über einen nachbarschaftlichen Mutual Aid Hub mit Lebensmitteln und Windeln zu versorgen. Parallel dazu stemmte sich die Basisorganisation Unidos MN mit strategischer Aufklärungsarbeit („Know Your Rights“) und politischem sowie juristischem Druck gegen die Übergriffe der Bundesbeamten.
Für ihren mutigen Einsatz gegen staatliche Repression und für die Würde aller Menschen werden beide Initiativen am 1. September (zugleich mit den Palestineans and Jews for Peace aus Köln) mit dem Aachener Friedenspreis 2026 geehrt. Wenige Tage nach der Verleihung berichten Vertreter*innen von Smitten Kitten und Unidos MN über ihre Arbeit: Welche Formen der praktischen Nachbarschaftshilfe und des rechtlichen Widerstands haben sich vor Ort bewährt? Wie stellt sich die Situation in Minneapolis heute dar? Welche Erfahrungen lassen sich für antifaschistische, antirassistische und queere Initiativen hierzulande mitnehmen? Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen.
(Veranstaltung in Englischer Sprache. ggfs. mit Übersetzungshilfen)
| Beginn der Veranstaltung | Do, 3. September 2026 19.00 - 21.00 |
| Veranstaltungsort | Neues Linkes Zentrum |
| Veranstaltungskategorien | Extern, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Städteregionstag |